Manchmal möchte man einfach aufspringen und alles kaputt hauen. Das passiert mir nicht nur beim Autofahren - da jedoch in besonders verschärftem Maße. Nein auch im alltäglichen Leben verwandle ich mich innerlich immer mal wieder in den unglaublichen Hulk. Leider gebietet uns die gute Erziehung und gesellschaftliche Normen stets die Contenance zu wahren und so schlucke ich meinen Groll in der Regel einfach nur runter. Aber einmal so auszurasten wie dieser grünhäutige Zeitgenosse, das wär's doch.
Wer kennt das nicht? Du sitzt stundenlang in langweiligen Besprechungen, das Thema geht voll an dir vorbei und der Sekundenzeiger scheint langsam einzufrieren. Dein Bleistift fängt an am Rand deines Notizblocks kleine Bildchen hinzukritzeln. Stück für Stück erobert der Stift mehr Platz auf dem Blatt und langsam aber sicher füllt es sich mit allerlei kleinen Kunstwerken. Mir geht es regelmäßig so und drum habe ich mir überlegt, wenigstens ein paar sehenswerte Kritzeleien hier zu veröffentlichen.
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Mittwoch, 17. Dezember 2014
Montag, 7. April 2014
Hängen geblieben
Mich haben diese Froschperspektiven noch einige Tage nicht losgelassen und so findet sich auf den nächsten Seiten in meinem Block noch einige male das gleiche Motiv wie im letzten Blog-Eintrag.
Die letzte Skizze hat mich doch dazu verleitet sie zu colorieren. Wie so häufig habe ich das mit der Maus am PC gemacht, nur um mal eben zu schauen wie es wohl in bunt aussieht. Sobald ich mal etwas mehr Zeit habe werde ich das wohl mit dem Grafiktablett wiederholen.
Mittwoch, 13. November 2013
I need a hero
Ich habe derzeit wirklich nicht allzu viel Gelegenheit meinen Notizblock voll zu kritzeln. Die meisten Seiten enthalten seltsamerweise nur Text. Egal in welcher Besprechung ich sitze, irgendwie scheine ich immer die Hauptattraktion zu sein. Sollte ich mir Gedanken machen, ob irgendetwas in meinem Bereich nicht ganz rund läuft? Vielleicht ist ja die kleine Zeichnung, auf die ich dennoch beim Blättern gestoßen bin, wieder mal ein unterbewusster Hilferuf nach einen Superheld, der mir die Kohlen aus dem Feuer holt...
Mittwoch, 11. Juli 2012
Feuer und Flamme
Ich konnte einfach nicht widerstehen und musste den guten Captain America einfach nochmal zeichnen und dann am PC colorieren. Eigentlich hab ich das nur ganz grob gemacht und mit der Maus anstatt dem Zeichentablett um mal schnell zu schauen wie es in bunt aussieht. Aber dieser erste Schuss gefällt mir gerade weil er so roh ist ziemlich gut.
Dienstag, 10. Juli 2012
Dynamik
Ich habe mir dieser Tage mal wieder die eine oder andere Verfilmung von Superheldencomics angeschaut, neben "The Amazing Spider-Man" auch "Green Lantern" und "Captain America". Beim letzten Film hat mich eine ganz kurze Kameraeinstellung besonders beeindruckt. In besagter Szene wirft der Held seinen Schild in Richtung des Zuschauers. Die Dynamik in der Bewegung hat mir so gut gefallen, dass ich diese Pose in den letzten Tagen einige Male in meinen Notizblock gekritzelt habe. Ohne Schild allerdings, dafür jedoch nicht nur als Wurfbewegung sondern auch mal als mächtigen Faustschlag.
Hier die Szene aus dem Film:
Und hier meine Skizzen:
Dienstag, 12. Juni 2012
Der mit dem Wolf tanzt
In meiner Jugend waren Superhelden noch richtige Saubermänner. Sie lebten monogam, kamen niemals in Versuchung ihre Superkräfte zu kriminellen Zwecken zu nutzen und verprügelten zwar ihre Widersacher, achteten dabei jedoch stets darauf diese nicht ernsthaft zu verletzen. Getötet wurde schon gar nicht. Ich habe mich bereits damals gefragt, wie sie das machen, immerhin gerät man ja auch als Superheld durchaus mal in Rage und verliert vielleicht etwas die Kontrolle über seine übermenschlichen Kräfte.
Na gut, anscheinend können Superhelden ihre Kräfte so exakt dosieren, dass sie zwar jeden beliebigen Kriminellen mit einem einzigen Schlag bewusstlos hauen, dieser aber dabei weder ein Veilchen kassiert, noch einen Zahn einbüßt. Ich habe ihnen das irgendwie einfach geglaubt. Bis zu dem Tag wo ich das erste mal ein Bild von Wolverine gesehen habe. Dieser Typ kann 30 cm lange Klingen aus den Fäusten ausfahren und mir stellte sich zwangsläufig die Frage: "Wie verpasst man damit jemandem einen Kinnhaken ohne ihn zu verletzen?" Im Prinzip müsste jeder Schlag tödlich sein, bestenfalls dazu führen, dass sich der Schurke monatelang in die Obhut von Kieferchirurgen begeben muss. Mein Weltbild geriet ins Wanken.
Heute, in Zeiten wo Jim Lee als Zeichner und Frank Miller als Autor Superheldengeschichten zu Papier bringen sieht das ganz anders aus. Da spritzt Blut, Zähne fliegen durch die Luft und der Superheld erfreut sich durchaus an den bleibenden Schäden, die er seinem Gegner im Kampf zufügt. Die Geschichten haben an Glaubwürdigkeit gewonnen und ein Superheld wie Wolverine darf sich also munter durch die Horden der Schurken und Superschurken metzeln.
Freitag, 23. September 2011
O say, can you see...
Was würde man wohl erwarten wenn ein Film den Titel "Hauptmann Deutschland" tragen würde? Vielleicht irgendeine Nazi-Verfilmung mit einem sadistischen deutschen Offizier, der Kriegsgefangene misshandelt? Wer weiß... Oder worum ginge es in einem Film namens "Capitano Italiano"? Um den Spielführer der italienischen Nationalmannschaft? Wäre möglich. Nun, solche Filme sind bisher nicht gedreht worden - und das ist auch gut so.
Loriot-Betonung: Mooooment! Natürlich gibt es solch einen Film. Denn auf die Amis ist verlass, die ziehen das durch. "Captain America" ist der personifizierte Patriotismus - erfunden als Comic-Held in den 40er Jahren des vergangen Jahrhunderts - und war diesen Sommer auf der Kinoleinwand zu bewundern. Ich hab den Streifen natürlich auch gesehen, allein um meiner Verpflichtung als Comic-Fan nachzukommen. Vosichtshalber war ich auf eine überzogene Glorifizierung eines amerikanischen Helden gefasst und somit konnte mir nicht mehr viel passieren. Alles in allem hielt sich der Patriotismus in den Umständen entsprechenden erträglichen Grenzen und ich fühlte mich recht gut unterhalten.
Das Kostüm des Superhelden wurde (wie bei anderen Comic-Verfilmungen) überarbeitet um etwas zeitgemäßer daher zu kommen, was aber meiner Meinung nach nur mäßig gelungen ist. Deshalb nehme ich weiterhin mit dem klassischen Outfit vorlieb.
Montag, 19. September 2011
Déjà Vu
Ich hatte es ja schon angedeutet, dieser Silver Surfer lässt mich nicht los. Allerdings tu ich mich immer noch schwer mit dem metallischen Look. Außerdem müsste ich eigentlich etwas größer zeichnen, allerdings fürchte ich, ich ernte ein paar finstere Blicke wenn ich mit einem DIN A3 Skizzenblock und Besprechungen erscheine.
Zur Entspannung habe ich mir dann gegönnt nochmal an der Hulk Pose zu arbeiten und gleichzeitig mal etwas offensiver mit dem Schatten umzugehen.
Mittwoch, 31. August 2011
Ein Silberstreif am Horizont
Nachdem ich mich zuletzt ja darüber beschwert hatte, dass das Superheldenkostüm von Spider-Man eine Zumutung für jeden Zeichner sei, und ich mich deshalb lieber dem etwas einfacheren Outfit des unglaublichen Hulk zugewandt habe, bin ich nun endlich bei einem "Kostüm" gelandet, das eigentlich gar keine Details mehr enthält, ganz einfach weil der entsprechende Superheld nämlich offensichlich nackt ist. Der Haken steckt in dem kleinen Wort "eigentlich". Es handelt sich nämlich um den Silver Surfer eine besonders tragische Figur aus dem Marvel-Universum und dessen Gestalt ist, wie sein Name bereits andeutet, komplett silbern. Damit wären wir dann bei dem für mich schwierigsten Detail überhaupt: Reflexionen. Woher um alles in der Welt soll ich denn wissen, was, wo und wie von einem silbernen Körper reflektiert wird? Na gut, ich beschränke mich in meinen ersten beiden Versuchen auf so wenig Spiegelungen wie möglich und bin schon froh, dass man den Surfer erkennen kann.
Und da diese beiden Versuche nur mit Fantasie vermuten lassen, der Körper wäre aus Silber, werde ich nicht aufgeben und wahrscheinlich den einen oder anderen Aulauf in Zukunft nachliefern.
Donnerstag, 18. August 2011
Ohne Netz und doppelten Boden
Genug von Batman, mein Sitznachbar fing ja schon langsam an sich zu langweilen. Trotzdem bleibe ich bei Superhelden und versuche mich an Spider-Man. Ich habe mir echt Mühe gegeben, aber ich bin dabei auch zur Überzeugung gekommen, die vielen professionellen Comic-Zeichner müssen Steve Ditko dafür verfluchen, dass er dieses Spinnennetz auf dem Kostüm entworfen hat. Mit diesem stilistisch fragwürdigen Detail müssen sie sich jetzt Bild für Bild herumquälen, zumindest ging es mir so.
Also beließ ich es bei einem Spider-Man und besann mich auf einen Superhelden, der das beste Kostüm trägt, das sich ein fauler Zeichner wohl vorstellen kann. Kein Cape, kein Metall, keine aufwändigen Details. Nur nackte Haut und eine zerrissene Hose. Der unglaubliche Hulk.
Und weil ich der Meinung war, diese Skizze sei eigentlich recht gut gelungen und ich sie außerdem zufälligerweise auf die weiße Rückseite des Ausdrucks eines großen Diagramms gezeichnet hatte, habe ich es zuhause noch coloriert.
Donnerstag, 4. August 2011
Batmänner
Irgendwie komme ich von dem Batman-Trip nicht runter. Zur Zeit sitzen wir fast jeden Tag in einer stundenlangen Runde zusammen und obwohl ich sehr aufmerksam und aktiv teilnehme, ergeben sich immer wieder kurze Phasen in denen ich ein paar Striche auf's Papier bringe. Viel Spielraum für Kreativität bleibt mir da nicht und deshalb sind die Zeichnungnen wohl etwas weniger abwechslungreich aber dafür detaillierter.
Unsere Runden gehen zäh voran und wir kämpfen uns mühseelig durch die Arbeit. Das scheint auf meine Batmänner abzufärben und so wirken sie doch relativ verzweifelt.
Unsere Runden gehen zäh voran und wir kämpfen uns mühseelig durch die Arbeit. Das scheint auf meine Batmänner abzufärben und so wirken sie doch relativ verzweifelt.
Wenn ich dann schon mal beim Thema Batman bin, muss ich Neil Adams erwähnen. Er ist einer meiner Lieblingszeichner und hat meiner Meinung nach ein paar Meilensteine der (Batman-) Comicgeschichte geschaffen. Man weiß ja nicht warum sich Dinge im Laufe der Jahre dematerialisieren, aber ich war bis von einigen Jahren noch im Besitz der deutschen Ausgabe eines Heftes, das aus Adams' Feder stammt. Dieses Heft - leider nicht mehr aufzufinden - enthielt ein seitenfüllendes Bild, welches seit Jahren immer wieder irgendwo auftaucht, sei es auf Spielzeugverpackungen oder irgendwelchen Batman-Devotionalien. Genau dieses Bild hatte ich mal wieder vor dem geistigen Auge, als ich zwischen meinen Batmännern und den springenden Superhelden hin- und herblätterte.
Dienstag, 2. August 2011
Batman
Heute gibt es nicht viel zu sagen, außer vielleicht, dass ich dieser Tage wieder eine schöne YouTube-Story geschaut habe und dadurch natürlich zwangsläufig Batman zeichnen musste.
Mittwoch, 27. Juli 2011
Jump Vol. 2
Beim YouTube-Surfen bin ich dieser Tage auf eine nette kleine Serie über Superhelden gestoßen. Als Fan dieses Comic-Genres habe ich mich gefreut, dort viele der bedeutenden Zeichner zu sehen und dem zu lauschen, was sie alles zu sagen haben. Besonders gewürdigt wurde dabei die Arbeit von Jack Kirby, dessen Zeichnung mir als Kind eigentlich nie so recht gefallen wollten, allein deshalb, weil Kirby nicht gerade viel Wert auf Anatomie legt. Kein Muskel ist bei ihm auch nur annähernd naturgetreu wiedergegeben. Als aber jetzt in diesem Film viele seiner Zeichnungen gezeigt wurden habe ich erst verstanden, was seine Art Comics zu zeichnen ausmacht. Es ist die Dynamik und die Explosivität in seinen Zeichnungen, die einen fasziniert. Es knallt und zischt und die Figuren scheinen einem entgegen zu springen.
Genau das hat mich inspiriert zu untersuchen, wie es aussieht, wenn der Superheld - wahrscheinlich um den bösen Schurken im letzten Moment noch zu erwischen - dem Comic-Leser entgegenspringt. Dabei musste ich feststellen, dass ich auch trotz seiner Ungenauigkeiten hinsichtlich der menschlichen Anatomie an Jack Kirby nicht heranreiche. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, ich habe diese Pose das erste mal so versucht und mir noch dazu nicht wirklich viel Zeit genommen.
Genau das hat mich inspiriert zu untersuchen, wie es aussieht, wenn der Superheld - wahrscheinlich um den bösen Schurken im letzten Moment noch zu erwischen - dem Comic-Leser entgegenspringt. Dabei musste ich feststellen, dass ich auch trotz seiner Ungenauigkeiten hinsichtlich der menschlichen Anatomie an Jack Kirby nicht heranreiche. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, ich habe diese Pose das erste mal so versucht und mir noch dazu nicht wirklich viel Zeit genommen.
Montag, 16. Mai 2011
Cape
Der klassische Superheld trägt einen hautengen Spandex-Strampelanzug, eine Gesichtsmaske und natürlich auch - selbst wenn das im Film "Die Unglaublichen" als mitunter tödliches Accessiore angeprangert wird - ein Cape.
Mittwoch, 4. Mai 2011
Team Nuklear
Das Superhelden-MMORPG City of Heroes hatte ich ja bereits erwähnt und nachdem es sich um ein MMO handelt, spielt man dort nicht allein sondern in Gruppen. In der Regel schließt man sich in CoH irgenwann einer "Supergruppe" an, also einer handvoll Spieler, mit denen man regelmäßig zusammen spielt, einen gemeinsamen spielinternen Superheldenstützpunkt hat, eigene Chat-Kanäle usw.
Einige Spielfiguren dieser Supergruppe habe ich wohl in der Absicht, sie alle nebeneinander in eine gemeinsame Forensignatur zu quetschen, irgendwann besonders platzsparend portraitiert:
Und noch einige meiner damaligen Lieblings-Charaktäre finden sich in meinem Notizblock wenn man umblättert. Der Vollständigkeit wegen hier die Namen: (v.l.n.r) Outsider, Six Feet Under, Eric Blacksmith.
Die Forensignatur gibt es allerdings bis heute nicht.
Donnerstag, 28. April 2011
Auf die 12
Meine Superheldenaffinität hatte ich ja bereits erwähnt, insofern ist es nicht überraschend, dass ich mich hin und wieder damit beschäftige, wie so ein finaler Knock-Out-Blow denn so aussehen könnte.
Also gut, die Faust muss irgendwie fliegen...
... und der Oberkörper verdreht sich auch, aber das sieht irgendwie ziemlich verkrampft aus.
So könnte das schon eher klappen...
... aber letzten Endes hat dieses hier doch die meiste Dynamik, gut allerdings, dass ich die Beine nicht gezeichnet habe.
Mittwoch, 20. April 2011
Superhelden
Ich kann mich nicht mehr genau erinnern aber ich muss so 11 oder 12 Jahre alt gewesen sein, als mir ein Schulkamerad einen ganzen Stapel alter Superman- und Batman-Hefte überlassen hat. Das war wohl die Initialzündung zu meiner bis heute andauernden Superhelden-Comic-Affinität. Inspiriert von einem speziellen Titelbild fing ich prompt selbst an Superhelden zu zeichnen und tue das heute noch. Mittlerweile kommt als Quelle der Inspiration noch das Superhelden-MMORPG City of Heroes hinzu und so sitze ich also wieder in Besprechungen und zeichne die Figuren, die ich in dem Spiel erfinde und steuere.
Das hier ist Miss Meteor, eine Zerstörerin die die Luft um sich herum sowohl gefrieren als auch brennen lassen kann. Bitte fragt mich nicht wie man sowas macht, aber es sieht spektakulär aus und hat verheerende Wirkung.
Hier war offensichtlich die Besprechung zu früh zuende, sodass ich kaum Zeit für Details hatte. Der Character heißt Dalmatiner, und trägt eigentlich einen schwarz gefleckten Strampelanzug und eine Art Gasmaske, die seine Schnauze darstellen soll. Alles in allem eher ein Fun-Character als ein erst zu nehmender Superheld.
Bei dieser Zeichnung handelt es sich nicht um einen Superhelden sondern um einen Superschurken. Sein Name ist Sion - exakt wie die gleichnamige kölner Brauerei. Ich hatte das Vergnügen mich dort mit einer Reihe von CoH-Spielern zu treffen. Die Bedienungen waren jedoch derart unfreundlich und lahm, dass wir das "Sion" schnellstmöglich wieder verlassen haben und woanders weiterfeierten. Den Namen dieses Brauhauses für einen bösen Schurken zu verwenden, hielt ich also für durchaus angemessen.
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